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In EntwicklungEigenes digitales Produkt

My Anime Journal

Ein gedrucktes Journal, aus dem ein Local-first-Mobilprodukt wurde.

Kunde
My Anime Journal
Jahr
2026
Rolle

Produktidee und Positionierung

Marke und Interface-Design

Architektur und Entwicklung der App

Design und Umsetzung der Launch-Website

20:14

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Weitermachen, wo man aufgehört hat

Episodenfortschritt, der Ausstrahlungskalender und das zuletzt Geschriebene: der eine Bildschirm, der „was jetzt?“ beantwortet.

Ein Journal, kein weiterer Tracker

Der Anime-Markt ist voller Tracker. MyAnimeList, AniList, Kitsu und Simkl beantworten alle dieselbe Frage: wie viele Folgen du gesehen hast. Keiner beantwortet die, die mich interessiert hat: was eine Serie eigentlich mit dir gemacht hat.

My Anime Journal setzt bei dieser zweiten Frage an. Es begann als gedrucktes Buch mit einer Seite pro Serie, fünf Bewertungskategorien und Platz für ein Lieblingszitat. Die App bildet diese Seite Feld für Feld ab, damit sich Papier und Handy wie ein Produkt anfühlen und nicht wie zwei.

Was fertig ist und was nicht

Hier will ich genau sein, denn ein Portfolio, das diese Grenze verwischt, ist es nicht wert, gelesen zu werden.

Das gedruckte Journal ist fertig und im Verkauf. Die App ist in Entwicklung und weder im App Store noch bei Google Play. Die Launch-Website sagt das auch so, die Store-Buttons dort stehen auf „bald“. Die Launch-Website selbst ist live.

  • Gedrucktes Journal: fertig, erhältlich
  • Launch-Website (myanimejournal.com): live
  • App für iOS und Android: in Entwicklung, nicht veröffentlicht
  • Cloud-Sync, Import aus MyAnimeList/AniList, PDF-Export: geplant nach dem ersten Release

Laute Typo, Papierwärme, ein Rot

Die Bildwelt ist bewusst das Gegenteil eines Dashboards: eine übergroße, schmale Display-Schrift, cremefarbene Papiertöne, schwarze Tinte und ein einziges kräftiges Rot, übernommen vom Torii-Kreis auf dem Buchcover.

Japanische Schriftzeichen tauchen als kleine Abschnittsmarken auf, nicht als Dekoration um ihrer selbst willen. Das Layout läuft in sechs nummerierten Szenen und ist damit näher an einem gedruckten Zine als an einer Landingpage.

Local-first, damit der erste Start kein Konto braucht

Die App ist mit Expo und expo-router gebaut, für iOS und Android aus einer Codebasis. Die Daten liegen per Drizzle ORM in SQLite auf dem Gerät: keine Registrierungspflicht, funktioniert offline, und kein Server speichert, was jemand schaut.

Diese Entscheidung prägt alles Weitere. Sync wird zu einer Funktion, die man später wählen kann, statt zu Kosten, die das Produkt vom ersten Tag an trägt. Und das Datenschutzversprechen ist einfach wahr, statt nur versprochen.

Serien-Metadaten und Cover kommen von AniList und Kitsu, ein Titel ist also eine Suche statt eines Formulars. Die Tier-Liste wird auf dem Gerät als 1080×1350-Bild gerendert, jeder Export ist damit ein teilbarer Post.

  • Eine Expo-Codebasis für iOS und Android
  • SQLite auf dem Gerät mit Drizzle ORM, offline als Standard
  • Kein Konto nötig, keine Analyse von Journal-Inhalten
  • Metadaten und Cover über die APIs von AniList und Kitsu
  • Tier-Listen-Export nativ gerendert mit react-native-view-shot

Buch und App wie aus einem Guss

Schwierig war nicht das Datenmodell, sondern den Journal-Eintrag in beiden Medien identisch zu halten: dieselben fünf Bewertungskategorien, dieselben Favoriten, dasselbe Ein-Satz-Fazit. Wer das Buch ausgefüllt hat, erkennt den Bildschirm sofort wieder.

Das zweite Problem war Zurückhaltung. Jede Tracker-Funktion, die ich weggelassen habe, also Social Feeds, öffentliche Profile, Empfehlungsmaschinen, hat das Produkt leichter erklärbar gemacht und leichter allein fertigzustellen.

Stack

  • React Native
  • Expo
  • expo-router
  • SQLite
  • Drizzle ORM
  • Reanimated
  • TypeScript
  • TanStack Start

Was das zeigt

Ein Produkt allein von der Idee über Marke und App-Entwicklung bis zur Launch-Website bringen und das Fertige veröffentlichen, ohne das Unfertige schönzureden.

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